Andreas Legath zeigt zwei große Werkgruppen in der Studienkirche St. Josef:

Die im Zentrum platzierte Installation Totholz ist für das Inntaler Klangraumprojekt „Ad lucem-Apo­kalypse“ entstanden, das 2024 mit Martina Gedeck, Wolfgang Mitterer und Singer Pur in der Rosenheimer Nikolauskirche zur Aufführung kam. Das Totholz ist in seiner artifiziellen Schönheit als Symbol von Werden und Vergehen zu verstehen und schlägt somit die Brücke zu den seitlich platzierten Tafelbildern.

Die aus verschiedenen Zyklen Basento, Vulcano, Teverina bzw. Cattedrale entnommenen Arbeiten zeigen in ihren schrundigen haptischen Oberflächen die Vulnerabilität von Natur und nicht zuletzt den darin enthaltenen ästhetischen Reiz. Dabei spürt die Malerei einer streng reduzierten Palette einer verborgenen Schönheit abseits von Moden und greller Farbigkeit nach. Die Bilder können abstrakt oder am konkreten land­schaftlichen Objekt rezipiert werden, da Landschaft nicht abgebildet, sondern zum Anlass von Malerei wird. Demzufolge fällt der streng selektiven Wahl landschaftlicher Objekte sowohl kompositorisch als auch koloristisch bereits ein gewichtiger kreativer Akt zu. Der Entstehungsprozess wächst in einer langen Folge von Schichtungen, die oft reliefartigen Charakter annehmen und bewusst provozierte Schwundrisse, die ein malerisches Krakelee aufweisen, ergeben.

PISTICCI, 2021, Acryl auf Leinen, 160 x 180 cm
TOTE BÄUME, 2024, Acryl auf Nessel, 360 x 160 cm
BASENTO, 2020, Acryl auf Leinen, 125 x 170 cm
TOTE BÄUME, 2024, Acryl auf Nessel, 360 x 160 cm

Termine

Ausstellungseröffnung

Sonntag, 3. August 2025 um 11 Uhr

Grußwort
Florian Schneider Erster Bürgermeister

Einführung
Anke Humpeneder-Graf M. A.

Musik
Carlo Gesualdo
„Sicut ovis“, „O vos omnes“ und „Tristis est anima mea“
Gordula Kraetzl · Sopran, Sarah Newman · Sopran, Christian Meister · Tenor, Marcel Hubner · Tenor, Manuel Warwitz · Tenor, Jakob Steiner · Bass

Künstlergespräch mit Andreas Legath

Sonntag, 14.9. um 11 Uhr

Konzert

Samstag, 27.9. um 19 Uhr
Hans Maier, Akkordeon
Johann Sebastian Bach „Wohltemperiertes Clavier“
Eintritt frei

J.S. Bachs Wohltemperiertes Clavier wird oft als Altes Testament der Klavierliteratur bezeichnet. Dass es sich um ein über die Epochen spannendes Meisterwerk handelt, ist unbestritten. Die auf zwei Systemen notierten Präludien und Fugen werden von Hans Maier auf dem Akkordeon gespielt. Der orgelähnliche Klang ermöglicht die polyphonen Strukturen plastisch herauszuarbeiten. Ein besonderes Klangerlebnis im nachhallreichen Kirchenraum von St. Josef inmitten der Arbeiten von Andreas Legath.

Hans Maier Professor für Akkordeon und Kammermusik, Staatliche Hochschule für Musik Trossingen. Konzerttätigkeit sowohl als Solist als auch in Kammermusikformationen in ganz Europa und Japan. Anlässlich des 275. Todestages von Johann Sebastian Bach im Jahr 2025: Aufführung des Wohltemperierten Klaviers Teil I und II in Innsbruck. Aufnahmen bei ORF, RAI, SWR, 3sat und BR sowie Einspielungen beim Label NEOS MUSIC.

Prof  Hans Maier, Akkordeon

Andreas Legath TENEBREA Ausstellungseröffnung 3.8.2025

Fotocredit: Nixdorf Fotografie

Andreas Legath

1961 geboren in Kolbermoor
1982-1988 Akademie der Bildenden Künste München bei Rudi Tröger und Ekkehard Grübler
seit 1985 rege Ausstellungstätigkeit im In- und Ausland
1985 Förderpreis der Stadt Rosenheim
1988 Kunstpreis der Stadt Wasserburg
seit 1990 regelmäßige Arbeitsaufenthalte in der Toskana, Sardinien, Sizilien, Basilikata und Tibertal, in denen das Material für die Landschaftszyklen entsteht
seit 2003 Mitglied der Münchener Secession
seit 2012 Gründung der Konzertreihe „Inntaler Klangräume“, die kunsthistorisch wertvolle Sakralräume entlang des Inns mit spartenübergreifenden Projekten bespielt.

Andreas Legath lebt und arbeitet in Bad Aibling.

RFO Beitrag vom 07.08.2025:
Andreas Legath in der Studienkirche Burghausen

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RFO Beitrag vom 29.07.2025:
Dunkelheit kommt in die Studienkirche St. Josef in Burghausen

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Diese Ausstellung können Sie noch besuchen bis 19. Oktober 2025

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Studienkirche St. Josef

Kanzelmüllerstraße 90
84489 Burghausen
Tel. +49 8677 4734

Öffnungszeiten

Mittwoch – Freitag  14:00–18:00 Uhr,
Samstag, Sonntag, Feiertag  10:00–18:00 Uhr
Ferienzeit Mo – So 10 – 18 Uhr

Eintrittspreise

Eintritt frei